Leadership Praxis Notizen
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Karrieren-Beilagen der großen österreichischen Tageszeitungen berichten laufend über Studien und Diskussionen zum Thema Führung. Vorstände und Geschäftsführer werden eingehend über ihre aktuelle Einschätzung zu validen Führungskonzepten befragt. Steht ein großer Umbruch bevor?
Der KarrierenStandard schreibt in seiner Ausgabe vom 16./17. Mai 2009: »Irrige Suche nach einer "Blaupause". Führung steht auf dem Prüfstand. Lineare Steuerungsmodelle haben ihr Versagen bewiesen. Was braucht die Zukunftsfähigkeit? Was müssen Manager lernen, was verlernen?« Die Diskussionspartner sind sich einig: Es braucht Veränderung! Aber welche? Reicht es, dass Führungskräfte mehr Fragen stellen? Ist Führung wirklich ein Dienstleistungsjob?
Führung bedeutet, Menschen auf Etwas hin zu führen. Dieses Etwas ist in wirtschaftlichen Unternehmen nicht etwas Beliebiges, sondern eine ganz spezifische Unternehmenslage, die aus zwei Komponenten besteht:
- Menschen (Kunden) kaufen Produkte und Leistungen des Unternehmens immer wieder in großen Mengen.
- Diese Produkte und Leistungen sind von Menschen (MitarbeiterInnen) termin- und qualitätsgerecht sowie kostengünstig hergestellt.
Sind beide Komponenten zeitgleich verfügbar, ist eine gute Profitlage die Folge.
Damit Menschen, die wir Kunden nennen, unsere Produkte und Leistungen kaufen, müssen diese deren Zweck präzise erfüllen. Unsere Unternehmensvision muss sich daher mit einem wirklich erstklassigen Zweck für Kunden auseinandersetzen.
Gleichzeitig bedarf es anderer Menschen, die wir Mitarbeiter nennen, deren innovative Denkleistungen und Tätigkeiten im Unternehmen erforderlich sind, damit diese Produkte und Leistungen auch tatsächlich entstehen. Unsere Unternehmensvision muss sich daher auch mit den Mitarbeitern und deren Leben auseinandersetzen.
Eine entscheidend wichtige Leadership-Kompentenz lautet daher:
»Visionen teilen«.
Beispiele für wirklich gute Visionen kommen von bekannten Unternehmensführern und Unternehmensgründern: Mark Zuckerberg, dem Erfinder von Facebook: „Ich dachte, wenn jemand seinen Job wechselt, kann er über Facebook mit ehemaligen Kollegen in Kontakt bleiben.“ Jeff Bezos, dem Gründer von amazon: „Unsere Vision war, das weltgrößte kundenorientierte Unternehmen zu werden, wo die Leute alles finden.“ Jimmy Wales, der Initiator von Wikipedia: „Eine Welt, in der jeder Mensch freien Zugang zum gesamten menschlichen Wissen hat. Das machen wir.“
Diese Beispiele sind deshalb so interessant, weil sie ganz konkrete Unternehmenszustände, Zwecke und Vorteile für Anwender, Verbraucher und Kunden formulieren. Und viele Menschen könnten sagen: "Das will ich nicht nur nutzen, sondern ich möchte bei der Entstehung, bei der Verwirklichung, bei der Implementierung einen Betrag leisten. Nämlich einen Beitrag, wo ich meine Fähigkeiten und Kompetenzen ins Spiel bringen kann. Wo meine Leistungsfähigkeit wirklich gebraucht und anerkannt wird."
Führungskräfte sind gefordert, genau solche Visionen für ihr Unternehmen zu entwickeln. Es geht dabei nicht um den Blick in die Glaskugel, nicht darum, etwas vorherzusagen, was sonst keiner sieht. Es geht darum, konkrete Unternehmenszustände zu formulieren, wo Kunden und Mitarbeiter sagen: "Ja, da möchte ich dabei sein!".
Für den Eintritt solcher leistungsfähigen Visionen kann man ganz bestimmte Bedingungen angeben, damit diese Visionen tatsächlich Realität werden. Man spricht auch von "Konditionsvisionen" - welche Konditionen, sprich Bedingungen, müssen gleichzeitig erfüllt sein, damit diese unsere Vision schon heute Realität sein kann.
Ein Beispiel: Eine Frühstückspension könnte als Vision formulieren: "Niemals waren unsere Gäste erholter, als nach einer geruhsamen Nacht in unserem Hause!" Sofort fallen Ihnen ganz konkrete Bedingungen ein, damit dies auch für Sie als Gast zutreffend sein könnte: Ein schönes ruhiges Zimmer, erstklassiges Abendessen, Wellness-Bereich, charmante Bedienung, gute Luft, usw. Sind diese Konstituenten alle gleichzeitig verfügbar, dann ist diese Vision bereits Realität. Fehlt auch nur eine dieser notwendigen Bedingungen, dann wird dieser in der Vision formulierte Anspruch nicht Wirklichkeit.
Exzellente Führungskräfte entwickeln Unternehmensvisionen, deren Erfüllung die Kunden begeistert und die Mitarbeiter freiwillig zu intelligenten innovativen Denkleistungen anregt und diese fordert & fördert. Falls jene Menschen, mit denen Sie Ihre Unternehmensvision teilen, Sie fragen: "Wie machen Sie das???", dann dürfte Ihre Vision gut angekommen und gelungen sein.
Ja, ein Umbruch zum Thema Leadership steht bevor. Leadership ist daher weit mehr als Dienstleistung oder Kommunikation. Es geht um die aktive Gestaltung der Zukunft, die es anderen Menschen ermöglicht, freiwillig dabei sein zu wollen und dabei sein zu können. Führungskräfte müssen sich dieser Verantwortung wohl stellen, denn die Zeiten, wo durch billige Anreizsysteme eine scheinbare Steuerung erfolgte, sind wohl vorbei.
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Mehr über diese und die weiteren Leadership-Kompetenzen erfahren Sie in der nächsten Ausgabe dieser Leadership Praxis Notizen, oder in meinen Podcasts "Leadership-Kompetenz Hoffnung-geben?" und "Leadership-Kompetenz Visionen-teilen?". Alle Podcast finden Sie auf www.abenteuer-leadership.de.
Termine zu aktuellen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte meiner WebSite www.albrecht-consulting.eu.
Über Ihre ergänzenden und kritischen Beiträge auf meinem Blog oder Ihre email-Antwort freue ich mich. |
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Eine visionäre Zeit wünscht Ihnen von Herzen
Ihr
Thomas Albrecht
Coming soon:
Obama's Leadership: Barack Obama versteht es, scheinbar unkonventionelle Wege erfolgreich zu gehen. Was können wir als Führungskräfte lernen? Welche Methoden und Tools sind für unsere Führungsarbeit hilfreich?
Mehr dazu demnächst auf www.albrecht-consulting.eu
PS: Empfehlungen sind der Königsweg zur Risikoreduktion im privaten und beruflichen Umfeld. Falls Sie Professionisten im Raum Wien und Umgebung suchen, sprechen Sie mich an - gerne öffne ich Türen. |
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